<h1 class="align-center">Kurhula heißt Frieden</h1>
Ein Projekt der Klasse H10a im Schuljahr 2003/04
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse H10a der Kooperativen Gesamtschule Leeste sind der Frage nachgegangen, was es mit dem bereits legendären RUN FOR HELP auf sich hat, der jährlich sämtliche Schüler der Gemeinde Weyhe, vom Erstklässler bis zur Abiturientin, von der Schulbank auf den Laufkurs bringt. Und wozu wird das Geld verwendet, das dabei durch ein verblüffend einfaches System gesammelt wird?
Teile dieses Projekts sind bereits im Rahmen der Aktion Zisch = Zeitung in der Schule am 22. März 2004 im Weser-Kurier veröffentlicht worden. Aus Platzgründen konnten jedoch nicht alle Artikel in der Zeitung erscheinen. Wir stellen hier das gesamte Projekt vor, denn es enthält neben vielen Hintergrundinformationen auch eine Dokumentation der bisher unter der Federführung des Eine-Welt-Forums Weyhe e.V. erreichten Ziele in Mosambik.
Wir möchten allen Lehrerinnen und Lehrern der KGS Leeste danken, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben.

Kurhula heißt Frieden
Interview mit Ulrich König, 55, Lehrer an der KGS Leeste und Vorsitzender des Eine-Welt-Forums Weyhe e.V.,
- Wie lange gibt es den Verein Eine-Welt-Forum schon?
1992 wurde das Eine-Welt-Forum Weyhe e.V. gegründet. Heute hat der Verein etwa 40 Mitglieder. Erfreulicherweise sind auch ehemalige Schüler der KGS Leeste dabei. Einige von denen haben mit uns zusammen bereits unsere Projekte in Mosambik aufgesucht.
- Welche Projekte machen Sie in Mosambik?
Nach dem ersten Run For Help wurden zwei Container nach Mosambik geschickt, gefüllt mit Schulmöbeln. Bei unserem ersten Besuch 1993 in Mosambik haben wir jeden einzelnen Stuhl, jeden einzelnen Tisch, jeden einzelnen Schrank, jede einzelne Wandkarte in der Schule von Laulane, einem Vorort von Maputo, wieder gefunden.
Im Jahre 1993 wurde die erste mit Weyher Hilfe gebaute Schule eingeweiht. Das war die Schule Kurhula ? Kurhula heißt auf deutsch Frieden.
Es herrschte damals noch Bürgerkrieg. Erst ein Jahr später war offizieller Friedensschluss. Die Schule Kurula drückte die Hoffnung der Mosambikaner und auch unsere aus, dass dieses Land eine friedliche Entwicklung nehmen würde, und das ist bisher ja auch eingetreten.
Bis jetzt sind mit unserer Hilfe vier große Schulen im Stadtgebiet von Maputo gebaut worden. Dazu kommen noch drei kleinere Dorfschulen etwa 150 km von Maputo entfernt sowie ein Kindergarten. Ferner waren wir am Bau eines Internats für Waisenkinder beteiligt. Im Augenblick sind wir dabei, eine weitere große Schule zu planen. Insgesamt haben die Weyher bis jetzt ca. 600000 DM gespendet, das sind 300000 Euro. Das ist eine immense Summe!
Vor Ort hat sich Pater Vicente Beringuer von Anfang an immer um die korrekte Abwicklung unserer Projekte in Mosambik gekümmert. Er ist seit vielen Jahren in Mosambik tätig und kennt das Land gut. Er ist absolut vertrauenswürdig und zuverlässig.
- Sind auch andere Schulen aus Weyhe dabei?
Beim Run For Help sind mittlerweile nicht nur die beiden Kooperativen Gesamtschulen beteiligt, sondern auch alle Weyher Grundschulen.
- Hat der Verein noch andere Ziele?
Wir wollen aufklären über die Situation in Mosambik. Dies Land war ja über 15 Jahre vom Bürgerkrieg zerrissen, Menschen wurden getötet und aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Bis heute sind die Auswirkungen zu spüren, Minensuchtrupps sind heute immer noch tätig. Deshalb haben wir uns vor einigen Jahren der internationalen Landminenkampagne angeschlossen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Ausbringen von Landminen auf der ganzen Welt zu ächten. Diese Aktion fand weltweite Beachtung, und eine Vertreterin der Kampagne bekam damals den Friedensnobelpreis dafür.
Wir haben uns auch bemüht die afrikanische Kultur verstehen zu lernen. Dazu haben wir afrikanische Musikgruppen eingeladen hier bei uns zu spielen.
Auch findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Schulen statt. Meistens sind es Lehrer aus Mosambik, die zu uns kommen. Auch Schulbeamte oder Politiker. Unter denen war auch schon der Erziehungsminister von Mosambik hier. Leider waren noch nicht so viele Schüler aus Mosambik hier bei uns. Aber das hängt auch damit zusammen, dass wir die meisten Schulen für jüngere Schüler, 1. bis 6. Klasse, gebaut haben.
- Herr König, wir bedanken uns für das Interview.
Von Veronika Grass, Jasmin Harmening, Charlene Klatte und Natalie Wilke Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
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Was ist der Run For Help?

In unserem Schulleben spielt der jährliche Run For Help eine wichtige Rolle. Diese Mammutveranstaltung ist das nach außen auffälligste Zeichen unserer Schulpartnerschaft mit Mosambik.
Einmal im Jahr treffen sich die ungefähr 2500 Schülerinnen und Schüler der beiden Kooperativen Gesamtschulen in Weyhe , um auf einem abgesteckten Rundkurs so viele Kilometer zu erlaufen wie möglich. Als Nachweis dient dabei ein Laufzettel, der an bestimmten Kontrollstellen abgestempelt wird. So wissen die Auszähler und natürlich auch die Sponsoren später, wie viele Kilometer gelaufen wurden.
Mittlerweile sind auch die Grundschulen der Gemeinde mit dabei.
Bevor das Spektakel losgeht, sucht sich jeder Teilnehmer Sponsoren, die pro Kilometer einen Betrag sponsern möchten. Die Sponsoren sind häufig Eltern, Verwandte, Nachbarn, Lehrerinnen und Lehrer oder auch Mitschüler.
Die Teilnehmer laufen so lange wie sie können. Nicht selten schaffen manche Läufer mehr als 40 Kilometer. Dabei werden sie unterwegs mit Getränken und Obst unterstützt.
Seit einiger Zeit sind auch Inliner, Rollschuhe oder Kickboards erlaubt, um so viele Kilometer wie möglich zu sammeln.
Das erlaufene Geld wird später bei den Sponsoren eingesammelt und auf das Konto des Eine-Welt-Forums überwiesen. Je nach Summe der gelaufenen Kilometer und Anzahl der Sponsoren kommen so pro Klasse bis zu mehreren hundert Euro zusammen. Das Eine-Welt-Forum verwendet unser Geld, um Schulbauprojekte in Mosambik zu unterstützen.
Zum Schluss kommen alle noch einmal zusammen und feiern ihre Mithilfe.
Von Caterine Akkermann Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden zum Seitenanfang Dreimal um den Äquator
131000 Kilometer insgesamt - das ist mehr als 7-mal die Strecke von Weyhe nach Maputo und zurück oder mehr als 3-mal um den Äquator. Auf diese stolze Bilanz kommen die Schülerinnen und Schüler aus Weyhe, zählt man alle bisher gelaufenen Kilometer zusammen. Dies erbrachte die beträchtliche Summe von 382758 Euro. Durch dieses Geld konnten in Mosambik neue Schulen gebaut werden.
Beim 10. Run for Help im Jahre 2003 wurden etwa 22000 Kilometer zurück gelegt. Dabei wurden 43000 Euro an Sponsorengeldern erlaufen. Und das an einem einzigen Vormittag. Alleine das zeigt, wie hoch das Engagement aller Beteiligten ist.
Wir sind Kinder einer Erde
Im Jahr 1989 boten die beiden Lehrerinnen Annegret Löhr und Erika Metzger erstmalig die Schülerarbeitsgemeinschaft ? Eine Welt ? an mit dem Ziel, das Wissen und Verständnis über die Lebensbedingungen in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern zu wecken und zu vertiefen .
Schnell wurde dieser weite Rahmen eingeengt auf ein einziges Land ? Mosambik, das ärmste Land auf der Welt damals. Ursachen und Hintergründe wurden von der AG erforscht und der Schulöffentlichkeit nahe gebracht durch Ausstellungen und Basare, deren Erlöse nach Mosambik flossen.
Aus dieser Keimzelle entwickelte sich bereits ein Jahr später die Idee zum RUN FOR HELP , dessen Erfolg für alle Beteiligten überwältigend war.
Noch heute gibt es diese Arbeitsgemeinschaft, in der sich hauptsächlich jüngere Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 und 6 engagieren, etwas über Mosambik erfahren, hübsche Geschenke basteln und diese dann verkaufen, um mit dem Erlös für eine gute Sache einzutreten.

Foto: Karin Reske
Isabelle Rode und Tina Luerssen, Schülerinnen der Klasse 5g an der KGS Leeste, verkaufen während eines Basars die vielen hübschen Geschenke, die sie und die anderen Mitglieder der Eine Welt Arbeitsgemeinschaft im Laufe der Zeit gebastelt haben. In diesem Jahr kamen so schon über 400 Euro zusammen, die wieder in die Finanzierung eines neuen Schulbauprojekts in Mosambik fließen.
Von Nadine Haas, Jana Rosolek und Kristina Rode Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Steckbrief Mosambik Deutschland
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| Lage: | Südostafrika | | Mitteleuropa | Fläche: | 801,590 km 2 | | 357,023 km 2 | Bevölkerung: | 19,286 Mio. Ew. | | 82,44 Mio. Ew. | Analphabetismus: | 56 % | | ca. 4% | Lebenserwartung: | Frauen 46 Jahre Männer 44 Jahre | | Frauen 78 Jahre Männer 71,5 Jahre | Exportgüter: | Krustentiere, Roh- baumwolle, Textilien, Cashewnüsse, Tee, tropische Harze, Edelhölzer, Sisal, Zucker | | Autos, Autoteile, Maschinen, chemische Erzeugnisse | Hauptstadt: | Maputo | | Berlin | Nationalfeiertag: | 25. Juni | | 3. Oktober |
Von Patrick Bouchardt, Satschli Farahmadi, Dennis Kramer, Alexander Möller und Jasmin Reusch
Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Das Nord ? Süd ? Gefälle
Platz 7 der zehn ärmsten Länder der Welt nimmt nach einer Statistik der Weltbank aus dem Jahre 2002 Mosambik ein, während Deutschland unter den 20 reichsten Ländern dieser Welt Rang 14 erreicht. Oder anders ausgedrückt: Ein Deutscher hat 108mal mehr Geld zur Verfügung im Jahr als ein Mosambikaner. Da können wir doch noch ziemlich viel abgeben, oder?
Von Andreas Bertram
Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Analphabetismus
Weltweit kann etwa jeder fünfte Erwachsene weder lesen noch schreiben. Auch in Deutschland gibt es Schätzungen zufolge vier Millionen Analphabeten, die unter beruflicher und gesellschaftlicher Benachteiligung leiden müssen. Selbst Menschen, die ein bisschen lesen und schreiben können, haben in unserer Gesellschaft wenig Chancen - die
Anforderungen sind viel höher.
In Mosambik sind nach der Zerstörung vieler Schulen und dem rückläufigen Schulbesuch während der Bürgerkriegsjahre seit 1993 wieder wachsende Schülerzahlen zu verzeichnen.
An den drei Universitäten des Landes studieren z.Zt. etwa 5.800 Studenten.
Noch immer aber fehlen an vielen Orten die elementarsten Voraussetzungen für eine breit angelegte Bildung: Dazu gehören Schulgebäude einschließlich der dringend benötigten Ausstattung mit Schulmöbeln, oft auch eine geeignete Wasserversorgung sowie entsprechende Sanitärbereiche.
Heute noch liegt die Analphabetenrate in Mosambik bei ca. 56 %. Hier setzt unsere Hilfe an, denn jede neue Schule ist ein Beitrag zur Alphabetisierung der Menschen und damit zum Abbau von Benachteiligungen. Bildung ist die elementare Grundlage für Wohlstand ? überall.
Von Jasmin Reusch Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Was kostet eigentlich eine Schule?
Eine Schule für 3000 Schüler muss ja eigentlich ein riesiger Bau sein, wenn wir daran denken, dass die Kooperative Gesamtschule Leeste etwa 1300 Schüler beherbergt. Aber in Mosambik ist alles anders. Denn dort läuft der Schulbetrieb in drei Schichten ab, von morgens früh bis in den späten Abend. Bei dieser dreifachen Nutzung braucht das Schulgebäude also nicht extrem groß auszufallen.
Dennoch, die Kosten für eine Schule in Mosambik für etwa 3000 Schüler belaufen sich auf ungefähr 250000 Euro. ?Das ist wenig im Vergleich zu den Kosten für unsere Schule? erläutert Ulrich König. Immerhin hat die Kooperative Gesamtschule in Leeste ca. 18 Millionen Euro gekostet! ?Von den Gesamtkosten für einen Schulbau in Mosambik müssen wir hier nur ein Viertel aufbringen als Eigenanteil? so Ulrich König weiter, denn der überwiegende Rest werde entweder aus Mitteln der Europäischen Union oder aus Zuschüssen des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit bestritten. Mit anderen Worten: So werden aus einem Euro, der beim Run For Help gespendet wird, auf einmal vier!
Aber um an diese Gelder zu kommen, muss das Eine-Welt-Forum Weyhe e.V. jede Menge an Papierkram erledigen: ?Natürlich müssen wir einen umfangreichen Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen beim Ministerium stellen.? erklärt Ulrich König. ?Und wir müssen uns vor Ort in Mosambik um einen Architekten kümmern genau so wie um einen zuverlässigen Bauunternehmer.? Bei den bis jetzt durchgeführten Bauvorhaben habe aber alles immer gut geklappt, vor allen Dingen auch dank der äußerst zuverlässigen Arbeit von Pater Vicente Berlinguer, ?der sich vor Ort immer sehr gekümmert hat. Alle Bauvorhaben wurden pünktlich abgewickelt, und auch der Kostenrahmen wurde nie überschritten.? Darüber ist Ulrich König besonders froh, denn ?die haben beim Ministerium gesehen, bei denen klappt es, da können wir das nächste Mal wieder Geld dazu geben.? Und wenn das Eine-Welt-Forum den notwendigen Eigenanteil bei einem größeren Bauvorhaben nicht aufbringen kann? ?Das ist kein Problem,? so Ulrich König, ?dann versuchen wir, das Geld zusammen mit der Hauptschule in Lennestadt im Sauerland aufzubringen. Die Lennestädter engagieren sich in Mosambik schon seit ungefähr 30 Jahren. Auf diese Weise haben wir bereits einige Projekte in Mosambik gemeinsam durchgeführt.?
Und das nächste gemeinsame Projekt ist schon in Vorbereitung: ?An der Grenze zu Südafrika, in Recano Garcia, wollen wir eine weitere große Schule bauen.? Dazu wird eine kleine Delegation des Eine-Welt-Forums in den kommenden Osterferien nach Mosambik fahren ? auf eigene Kosten übrigens, ?denn die gesammelten Spendengelder verwenden wir ausschließlich für die Finanzierung unserer Projekte vor Ort in Mosambik.? erklärt Ulrich König.
Von Andreas Bertram Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Die Geschichte von Mosambik
1752 Mosambik wird zu einer portugiesischen Kolonie.
1951 Mosambik ist nun eine portugiesische Überseeprovinz.
1962 Die Freiheitsbewegung FRELIMO (Frente de Libertaçâo de Moçambi- que) wird gegründet.
1975 Die Volksrepublik wird proklamiert.
1976-1992 Der Bürgerkrieg zwischen der FRELIMO und der RENAMO (Resistëncia Nacional Moçambicana) führt zum wirtschaftlichen Ruin des Landes.
1994 Erste freie Parlamentswahlen finden statt : J. A. Chissano wird
Staatspräsident.
1998 Das neue Wahlgesetz führt zu einer Integration der Oppositionsparteien.
1999 Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gewinnen erneut FRELIMO und J. A. Chissano
2000 Hochwasserkatastrophe im Frühjahr verwüstet das Land (fast 1000 Tote)
2001 Eine neue Überschwemmung fordert Hab und Gut von 100000 Menschen.
Von Nils Jahns, Marcel Frank und Pascal Rohbeck Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
Mosambik ist entschuldet ? ist das Schuldenproblem damit gelöst?
Mosambik ist eines der ärmsten Ländern der Welt und war bis zum September 2001 auch eines der höchst verschuldeten Länder der Welt. Im September wurden die Schulden um 73% reduziert. Das hört sich zunächst einmal ganz hervorragend an. Die verbleibende jährlich fällige Schuldenlast beträgt jedoch noch 53 ? 60 Mio. US $, was soviel heißt, dass Mosambik wöchentlich 1Mio. US $ an die internationalen Geldgeber zu zahlen hat.
Wenn die Prognose der Weltbank zutrifft, dass Mosambik eine Wachstumsrate von 8% haben soll, dann würde das Land den Schuldendienst in der Zukunft irgendwann verkraften können, wenn nicht Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen, die Mosambik in den vergangenen Jahren heimsuchten, alle positiven Berechnungen zunichte machen.
Laut Statistik leben 70% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, die bei einem Verbrauch von 1,5 $ pro Monat angesetzt wird. 1$ entspricht 10000 Meticais (Landeswährung). 160000 Met sind das, was eine Person pro Monat mindestens braucht.
53% der Bevölkerung haben gerade einmal so viel, dass es für die Grundnahrungsmittel reicht. Nun braucht man ja aber auch Kleidung, Hygieneartikel usw. 60% derer, die unter der Armutsgrenze leben, haben weniger als 1/3 $ pro Tag - das reicht nicht mehr für die Ernährung und bedeutet, dass 38% der Gesamtbevölkerung weniger als 1400 Kalorien pro Tag haben. Da ist durchaus die Gefahr des Verhungerns gegeben.
- Die Haushaltsgröße der extrem Armen beträgt durchschnittlich 6,1 Personen.
- Die Haushaltsgröße der 30% der Armen beträgt durchschnittlich 5,6 Personen.
- Die Haushaltsgröße der 30%, die nicht unter die Armutsgrenze fallen, beträgt durchschnittlich 3,6 Personen.
Daraus geht hervor, dass die große Kinderzahl sich auf die Verschärfung der Armut auswirkt. Trotzdem glauben die Armen noch immer, dass die Kinder ihre Alterssicherung bedeuten. Mosambik hat in seinem Armutsbekämpfungsprogramm das Ziel formuliert, diesen ärmsten Familien mit 2,5 $ Überlebenshilfe pro Kopf monatlich zu helfen. Zur Zeit liegt die Hilfe bei 2 $ pro Haushalt (Haushalt mit durchschnittlich 6 Personen)!
Von Lara Kreutzfeldt und Sarah Thoben Klasse H10a Kooperative Gesamtschule Leeste Projekt: Kurhula heißt Frieden
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